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1624–1677

11 Der Seelige weise.

Angelus Silesius

Wie Seelig ist der Mensch der alle seine zeit Mit anders nichts verbringt als mit der Ewigkeit! Der jung und alt allein betrachtet und beschaut Der Weißheit Schloß das GOtt sein Vater hat gebaut.

Der sich auf seinen Stab das ewge Wort aufstützt Und nicht wie mancher Thor im frembden sande sitzt. Der nicht nach Hauß und Hoff nach Gold und Silber sieht

Noch seines Lebens zeit zu zehlen sich bemüht. Jhn wird das blinde Glük nicht hin und her vexirn Noch etwann eitler Durst zu frembden Wassern führn. Er weiß von keinem Zang er liebt nicht krämerey

Er trachtet nicht darnach daß er gesehen sey Er ist der Welt ein kind die allernächste stadt Ist ihm so viel bekand als die der Er schaut nur über sich so frey er immer kan

Sein rechtes Vaterland den lieben Himmel an. Sein alter rechnet er nicht nach der Jahre zahl

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