Skip to content
1794

Furcht und Glaube

Charlotte von Ahlefeld

Wenn zwischen uns sich weite Fernen dehnen, Kein milder Strahl des Wiedersehens glimmt, Und in des Busens tief verschlossnem Sehnen Mein Herz der Hoffnung Stimme nicht vernimmt;

Dann hüllt die Furcht, die leis' in mir erwacht, Die ganze Welt mir in der Schwermuth Nacht. Doch, wenn ich still mein liebend Herz befrage, Dann flieht der Zweifel, ob Du mein gekenkst.

Wie Geisterhauch umweht mich Deine Klage In Seufzern, die Du meinem Schicksal schenkst, Und schnell verscheucht mein Glaube, ohne Wanken, Des Argwohns bange, zagende Gedanken.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Furcht und Glaube · Charlotte von Ahlefeld · Poetry Cove