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[Wer will hinfort beständig bleiben]

Hans Aßmann von Abschatz

Wer will hinfort beständig bleiben Wenn alles voller Unbestand? Wer will in sein Gedächtnis schreiben Was andre zeichnen in den Sand?

Was macht ein Celadon auff Erden Wenn jeder will ein Hylas werden? Was will man sich mit Treue plagen? Cupidens Flügel sind bekandt

Die Venus hat von ihrem Wagen Vorlängst den alten Zug verbannt Für Schwan und Taube sieht man Raben Und Sperling' um die Deichsel draben.

Ich kan ja die von Hertzen lieben Und jen' aus Pflicht und Höfligkeit Bey dieser mein Vergnügen üben Mit jener schliessen meine Zeit:

An Ort und Art Gestalt und Stunden Ist unser Lieben nicht gebunden. So pflegt manch leichter Sinn zu sagen Der sich mit Schaden lustig macht

Verbotnen Raub darvon zu tragen Mit tausend Lüsten lebt bedacht. Wer sich der Treue will befleissen Muß alber oder einsam heissen.

Was aber fragt nach solchem Schmähen Der Harnisch tugendvoller Brust. Der Ausgang wird uns lassen sehen Auff wen noch wart die beste Lust.

Wenn Stein und Gicht die Glieder brechen Wird sie an ihm der Nachbar rächen.

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