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1646–1699

Vermischte Gedichte.

Hans Aßmann von Abschatz

Dergleichen Ahnen Zahl von denen sie entsprissen Der Eltern gleiche Gunst das gleiche Vaterland In welchem sie gezeugt dergleichen Neigung Band Von Jugend auff verknüpfft und niemahls abgerissen

Der gleich-gearte Sinn die Gleichheit der Gewissen Der gleichen Tugend-Zier die sich in Beyden fand Versezt euch Edles Paar numehr in gleichen Stand. Was wolte denn hieraus als lauter Segen fliessen?

Schaut wie die Venus dort am Himmel blinckt und lacht! Sie spielet gegen euch mit Blicken in die Wette Sie eilet nach der Ruh und leuchtet euch zu Bette. Geht gebet eurem Stand in Freuden gutte Nacht

Ich wünsche daß sich bald mög eures gleichen finden Und eure gleiche Glutt ie mehr und mehr entzünden.

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