Dergleichen Ahnen Zahl von denen sie entsprissen
Der Eltern gleiche Gunst das gleiche Vaterland
In welchem sie gezeugt dergleichen Neigung Band
Von Jugend auff verknüpfft und niemahls abgerissen
Der gleich-gearte Sinn die Gleichheit der Gewissen
Der gleichen Tugend-Zier die sich in Beyden fand
Versezt euch Edles Paar numehr in gleichen Stand.
Was wolte denn hieraus als lauter Segen fliessen?
Schaut wie die Venus dort am Himmel blinckt und lacht!
Sie spielet gegen euch mit Blicken in die Wette
Sie eilet nach der Ruh und leuchtet euch zu Bette.
Geht gebet eurem Stand in Freuden gutte Nacht
Ich wünsche daß sich bald mög eures gleichen finden
Und eure gleiche Glutt ie mehr und mehr entzünden.