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1646–1699

Untitled

Hans Aßmann von Abschatz

Mein Bette glaub ich ist mit Disteln überstreuet Das weichste Küssen wird für mich ein harter Stein. Mein Leib der weder Stroh noch Erde vor gescheuet Klagt sich in Federn noch will nimmer ruhig seyn

Wirfft sich die gantze Nacht mit Seufftzen hin und wieder Kein Schlaff erquickt wie sonst die abgematten Glieder. Es ist schon Mitternacht; die Augen stehen offen Haubt Leib und Hertze weiß von keiner Ruhe nicht.

Komm Phöbus komm herfür laß mich nicht länger ruffen Steck an dem Himmel auff dein angenehmes Licht. Doch aber hoff ich auch umsonst auff dich o Sonne Wenn ich nicht sehen kan Lisillen meine Wonne.

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