Skip to content
1646–1699

Untitled

Hans Aßmann von Abschatz

Flora saß auff ihrem Throne Bey ihr sah man die Napeen Unter tausend Blumen stehen; Loß und Glücke solten weisen

Welch am meisten sey zu preisen: Was geschach? Die weisse Bohne Ward der Anemone. Flora rieff mit hellem Thone:

Manche spürt man übel riechen Ob sie schön: die Veyeln kriechen Rosen stechen Liljen färben Nelcken welcken Tulpen sterben:

Drum für aller Blumen Crone Gilt mir Anemone. Nord-Wind wenn du mir zu Hohne Mit verneutem Winter dräuest

Schnee und Hagel um dich streuest Will ich zwar gedultig lassen Manche weiche Blum’ erblassen Aber diß beding’ ich schone

Meiner Anemone. Venus mit dem zarten Sohne Kam in Garten Blumen brechen Hörte diese Worte sprechen

Sagte daß Sylvanders Treue Bald die schönste Blum erfreue? Geh und krön’ ihn Kind zu Lohne Mit der Anemone.

Amor war bereit zur Frohne Flochte für den treuen Hirten Anemon auff grüne Myrthen: Dieser sang mit tausend Freuden:

Weil ich werde Lämmer weyden Wo ich treibe wo ich wohne Blüh’ mir Anemone!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Untitled · Hans Aßmann von Abschatz · Poetry Cove