Mein Vergnügen will verderben
Meine Freude wird zur Pein
Meine Hoffnung muß ersterben
Doch will ich beständig seyn.
Alle Lust hab ich begeben
Doch will mir kein Wechsel ein:
Muß ich unglückselig leben
Will ich doch beständig seyn.
Die beflammte Sonnen-Kertze
Pflegt zu ändern ihren Schein
Aber mein getreues Hertze
Kan nichts als beständig seyn.
Was wir sehn und dencken künnen
Gehet steten Wechsel ein;
Aber meine treue Sinnen
Können nie verändert seyn.
Solte gleich die Erde brechen
Und der Himmel sincken ein
Würd ich doch mit Freuden sprechen
Daß ich will beständig seyn.
Ob mich Glück und Himmel hassen
Bleibet doch die Seele rein;
Müst ich Geist und Leben lassen
Will ich doch beständig seyn.