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1646–1699

Untitled

Hans Aßmann von Abschatz

Mein Vergnügen will verderben Meine Freude wird zur Pein Meine Hoffnung muß ersterben Doch will ich beständig seyn.

Alle Lust hab ich begeben Doch will mir kein Wechsel ein: Muß ich unglückselig leben Will ich doch beständig seyn.

Die beflammte Sonnen-Kertze Pflegt zu ändern ihren Schein Aber mein getreues Hertze Kan nichts als beständig seyn.

Was wir sehn und dencken künnen Gehet steten Wechsel ein; Aber meine treue Sinnen Können nie verändert seyn.

Solte gleich die Erde brechen Und der Himmel sincken ein Würd ich doch mit Freuden sprechen Daß ich will beständig seyn.

Ob mich Glück und Himmel hassen Bleibet doch die Seele rein; Müst ich Geist und Leben lassen Will ich doch beständig seyn.

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