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1646–1699

Untitled

Hans Aßmann von Abschatz

Gemütte welches mehr als Wind und See zu fliehen Und das mich geben lernt der Liebe gutte Nacht Nicht hoffe daß du mich nachdem ich frey gemacht Wirst wieder an dich ziehen.

Thöricht muß der Schiffer seyn Der dem Schiffbruch ist entgangen Und an einem Felsen-Stein Noch das zweyte mahl bleibt hangen.

Wer will auff glattes Eiß und deine Worte bauen? Je mehr man schleust die Hand ie minder man dich hält Unglücklich wen der Schluß des Himmels hat bestellt Nach dir sich umzuschauen.

Du bist ihm zur Qual bestimmt Wie der Stein in Sisiffs Händen Der wenn er zur Spitze kümmt Wieder pfleget umzuwenden.

Dein Sinn der ohne Wahl und kurtze Stunden lie- Hat unter so viel Glutt erstecket meinen Brand Und mir darvor diß Eiß die Kälte zugewandt Die meine Brust umgiebet.

Deine Fessel sind entzwey Deine Ketten sind gebrochen Hylas ist der Bande frey Und von Fillis loßgesprochen.

Izt soll ein Lorber-Krantz mein kühnes Haubt umgür- Und meiner Freyheit Ruhm erhöhn das gantze Rund. Izt soll mein Palmen-Zweig der Erde machen kundt Die Schwachheit deiner Myrthen.

Fama gräbt in Marmor ein Mir zum stetem Sieges-Zeichen Flammen die ein Hertz bestreichen Aber ausgeloschen seyn.

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