Gemütte welches mehr als Wind und See zu fliehen
Und das mich geben lernt der Liebe gutte Nacht
Nicht hoffe daß du mich nachdem ich frey gemacht
Wirst wieder an dich ziehen.
Thöricht muß der Schiffer seyn
Der dem Schiffbruch ist entgangen
Und an einem Felsen-Stein
Noch das zweyte mahl bleibt hangen.
Wer will auff glattes Eiß und deine Worte bauen?
Je mehr man schleust die Hand ie minder man dich hält
Unglücklich wen der Schluß des Himmels hat bestellt
Nach dir sich umzuschauen.
Du bist ihm zur Qual bestimmt
Wie der Stein in Sisiffs Händen
Der wenn er zur Spitze kümmt
Wieder pfleget umzuwenden.
Dein Sinn der ohne Wahl und kurtze Stunden lie-
Hat unter so viel Glutt erstecket meinen Brand
Und mir darvor diß Eiß die Kälte zugewandt
Die meine Brust umgiebet.
Deine Fessel sind entzwey
Deine Ketten sind gebrochen
Hylas ist der Bande frey
Und von Fillis loßgesprochen.
Izt soll ein Lorber-Krantz mein kühnes Haubt umgür-
Und meiner Freyheit Ruhm erhöhn das gantze Rund.
Izt soll mein Palmen-Zweig der Erde machen kundt
Die Schwachheit deiner Myrthen.
Fama gräbt in Marmor ein
Mir zum stetem Sieges-Zeichen
Flammen die ein Hertz bestreichen
Aber ausgeloschen seyn.