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Thau-Wetter

Hans Aßmann von Abschatz

Der Winter weicht der Schnee zuweichtdie Rinnen thränen Der hart-gefrorne Strom das Eiß beginnt zu gähnen: Ach laß o harter Mensch auch die verstockten Sinnen Mit weicher Busse Thränen rinnen!

Man spürt die warme Lufft der lauhen Mittags-Winde Sie rauschen in der Höh und streichen durch die Gründe. Der Zorn des Höchsten raucht; ach laß ihn in dich dringen Und dein befelßtes Hertze zwingen!

Die Erde schwimmt voll Koth du voller Missethaten: Ach saubere dich bald dieweil dir noch zu rathen! Bereite Geist und Sinn auff daß du kanst im Lentzen Für GOTT mit neuer Zierde gläntzen.

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