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[Soll Celadon die stille Glutt]

Hans Aßmann von Abschatz

Soll Celadon die stille Glutt Denn sterbend unter einer Flutt Von heissen Thränen sehn verglimmern? Läst Celimene keinen Stral

Der Gütte nach so langer Qual In sein getreues Hertze schimmern? Es ist geraume Zeit dahin Daß ich ihr Diener worden bin

Mann will mich nicht vor Sclav erkennen, Man sieht die helle Flamme nicht: Wenn Feuer aus den Augen bricht Wie solte nicht das Hertze brennen!

Es brennet ja so viel es kan Und zündt sich stets von neuem an Von der erzürnten Augen Blitzen. Der müste ja ein Demant seyn

Den der befunckten Lichter Schein Nicht könt erweichen und durchhitzen. Die Glutt die unser Hertz entsteckt Wenn sie gleich Zorn und Unmutt deckt

Ist liebens werth und schön zu schätzen. Ach wenn sie wolten freundlich seyn Wie könten sie die schwere Pein Mit überhäuffter Freud ersetzen!

Zwar hoffet solche süsse Gunst Von Celimenen nur umsunst Ein Hertze das verdammt zu leyden. Sie glaubets nicht sie achtets nicht

Daß mich die heisse Sonne sticht Biß ich mich werd in Asche kleiden. Nur eine Sonne brennt den Mohr Die dennoch offt den schwartzen Flor

Der Wolcken hengt für ihren Wagen: Zwey Feuer sind zu viel! Wer kan Zugleich wie ich bißher gethan Die Schönheit und den Haß vertragen!

Doch wo hier kein Erbarmen gilt So brenne ferner wie du wilt Dein Celadon wird diß nicht achten Er bleibet dir in stillem huld

Und wird mit freudiger Gedult Von Celimenens Augen schmachten.

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