Was hab ich hier vor mir? Diß ist mein leztes Hauß.
Zwar einen engen Platz bedeckt das schmale Dach
Doch Raum genung für mich: Diß ist mein Schlaff-Gemach.
Hier ruh' ich für dem Sturm der Nord-Lufft sicher aus.
Mich stört kein böser Traum mein Küssen ist der Span
Wo aller Span und Streit der Welt ist abgethan.
Diß ist mein Schnecken-Hauß und sichrer Auffenthalt
Wenn Erd und Himmel zürnt wenn Blitz und Donner dräut
Diß ist mein Garten-Saal; wenns Schnee und Hagel streut
So bin ich wohl bedeckt; bin ich erblaßt und kalt
Wie bald werd ich auffs neu in stetem Sommer blühn
Als reine Lilien und zarter Gelsamin.
Diß ist der Nachen der zur Glückes-Insul läufft
Die Brücke drauff ich kan mit sichrem Fusse stehn
Die Pforte da ich durch ins Paradiß soll gehn
Diß ist der Kasten den die Sündflutt nicht ersäufft
Mein Jesus schleust nach mir die Thüre selber zu
Und weckt mich wenn es Zeit zur Himmels-Lust und Ruh!