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1646–1699

Sarch-Gedancken.

Hans Aßmann von Abschatz

Was hab ich hier vor mir? Diß ist mein leztes Hauß. Zwar einen engen Platz bedeckt das schmale Dach Doch Raum genung für mich: Diß ist mein Schlaff-Ge- Hier ruh’ ich für dem Sturm der Nord-Lufft sicher aus.

Mich stört kein böser Traum mein Küssen ist der Span Wo aller Span und Streit der Welt ist abgethan. Diß ist mein Schnecken-Hauß und sichrer Auffenthalt Wenn Erd und Himmel zürnt wenn Blitz und Donner

Diß ist mein Garten-Saal; wenns Schnee und Hagel streut So bin ich wohl bedeckt; bin ich erblaßt und kalt Wie bald werd ich auffs neu in stetem Sommer blühn Als reine Lilien und zarter Gelsamin.

Diß ist der Nachen der zur Glückes-Insul läufft Die Brücke drauff ich kan mit sichrem Fusse stehn Die Pforte da ich durch ins Paradiß soll gehn Diß ist der Kasten den die Sündflutt nicht ersäusst

Mein JEsus schleust nach mir die Thüre selber zu Und weckt mich wenn es Zeit zur Himmels-Lust und Ruh!

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