Ach Gott ein schweres Jahr ist wieder nun zum Ende Daß Hauß und Hoff noch steht daß Haab und Gutt noch währt Von keiner grimmen Macht des Feuers auffgezehrt Ist einig und allein das Wunder deiner Hände.
Wir sehn mit Zittern zu daß unsrer Andacht Flammen In kalten Hertzen lau und fast erstorben seyn. Wolt uns dein strenges Recht zur Straffe laden ein So wäre was man hat vorlängst geschmeltzt zusammen.
Wir hätten selbst an Leib und Seele brennen sollen Doch deine Gütt ohn End' ist grösser als die Schuld. Du trägest noch diß Jahr nach Vaters-Art Geduld Und siehest ob wir uns auff Warnung bessern wollen.
Du läst der Flammen Glantz uns in die Augen scheinen Dadurch zu zünden an der Andacht todte Glutt Du weisest wie du uns kanst rauben Haab und Gutt Wie langer Jahre Schweiß ein Abend macht beweinen.
Du lehrest uns dadurch das Irrdische verachten Und von der Welt getrennt nach Himmels-Schätzen stehn Diß Vorbild zeiget uns wie alles soll vergehn Und der Verdammten Schaar in stetem Feuer schmachten.
Doch wenn der strenge Brand sich will zu weit erstrecken So schickest du das Heer der treuen Wächter aus Bewahrest unsern Hof versicherst unser Hauß Und läst uns um und um mit deinem Schutze decken.
Ein Regen voller Glutt getrieben von dem Winde Macht einen lichten Tag aus dunckel-trüber Nacht Es wird das Trockne doch von Hitze warm gemacht Man sieht mit Furchten zu wie bald es sich entzünde.
Durch Frevel frecher Hand wird uns zur Brunst gebettet Und unser eigen Hauß soll unser Holtz-Stoß seyn Du aber siehst o Herr mit Vaters-Augen drein Wir werden unverdient durch deine Gunst gerettet
Der Wind verändert sich die Funcken müssen sterben Man wird zur rechten Zeit der stillen Glutt gewahr Dämpfft in der Kohle noch die blühende Gefahr So kan dein starcker Arm befreyen vom Verderben.
Herr laß uns dir darvor von Hertzen Danck erweisen Und auch diß neue Jahr in deinem Schutze seyn Wend alles Ubel ab führ allen Seegen ein Biß wir dich dermahleinst ohn Ende können preisen.
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