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1646–1699

Morgen-Andacht.

Hans Aßmann von Abschatz

Der beglänzte Mond erbleichet Von der nahen Sonne Pracht Aller Sternen Heer entweichet Mit der hingelegten Nacht:

Auff mein Hertz und laß der Sünden Finsterniß und Schlaff dahinden. Den gewölbten Himmels-Vogen Den Saffirnen Wunder-Bau

Die geraume Sternen-Au Hegte zu des Höchsten Ruhme Manche Licht- und Feuer-Blume. Ihre Zier muß nun erblassen

Ihr entlehnter Glantz stirbt hin; So muß auch der Mensch verlassen Ehre Wollust und Gewinn: Mühe dich das Licht zu finden

Das zu keiner Zeit kan schwinden.

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Morgen-Andacht. · Hans Aßmann von Abschatz · Poetry Cove