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[Monde/ du Fürste der blinckenden Sternen]

Hans Aßmann von Abschatz

Monde du Fürste der blinckenden Sternen Welcher mein Sehnen und Thränen beschaut Gläntzende Paphie der ich von fernen Meine betrübte Gedancken vertraut

Ziehe dein strahlendes Silber nur ein Schwärtze mit Wolcken den spielenden Schein. Himmel für dem ich mein Leiden nicht häle Lüffte mit Seuffzen und Klagen erfüllt

Erde bey der ich mit Weinen erzähle Wie mir in Stücke mein Hertze zuspillt Führet mein Aechzen in einsame Klufft Berget mein Lechzen in finsterer Grufft.

Zeugin der stündlich empfindenden Schmertzen Tunckele Finsternis traurige Nacht Welche mein thränendes Auge den Kertzen Himmlischer Lichter zur Wette durchwacht

Decke mit ewig-vergessener Ruh Meine gehäuffte Bekümmernis zu. Schweigende Qualen verborgenes Leiden Unter der Asche begrabene Glutt

Müssen die schmachtende Seele durchschneiden Kochen in Adern das siedende Blutt Bitterer Thränen verschlossene See Kräncket mein Hertze mit Jammer und Weh.

Meine von Sorgen erblassete Wangen Meiner Corallen erstorbener Schein Meine Carfunckel mit Nebel umfangen Werden Verräther der heimlichen Pein

Aber der Lippen geschlossenes Thor Darff doch mein Leiden nicht geben hervor. Meine von Kummer verzehrende Jugend Welche kein freudiges Hoffen ergözt

Meine vom Unglück verfolgete Tugend Aller Vergnügung und Freuden entsezt Müssen zum öfftern durch lachenden Mund Bergen des Hertzens bluttweinenden Grund.

Himmel was soll ich noch endlich beginnen Wenn mir nicht einsten zu klagen erlaubt! Meine von Schmertzen durchächtete Sinnen Mein von Betrübnis ermattetes Haubt

Dancken mit Freuden der Eitelkeit ab Wünschen zu kommen ins ruhige Grab.

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