Das stoltze Rom ist hin der Tyber Pracht verflossen
Quirinens Ruff ist todt der alle Weit erfüllt:
Was ewig wird genannt hat kurtze Zeit genossen
Den angemaßten Ruhm und weist ein wahres Bild
Der schnöden Eitelkeit. Was Rom vorhin gewesen
Ist nun desselben Grab ist Asche Schutt und Grauß:
Was wir vom Cœlius und Aventinus lesen
Sucht unser thränend Aug anizt vergebens aus:
Die eingefallne Last mit Graß und Moß bedeckt
Hält seine Leiche selbst für ihm und uns versteckt,
Jedoch was seh ich hier? ein neues Rom entstehen:
Man führet wie vorhin viel Schlösser in die Lufft
Man lernt den Tyber-Strom in Marmol-Gräntzen gehen
Verneuert und bestärckt manch halb-begrabne Grufft
Der Tempel Poliphem hat neuen Schmuck und Auge
Man baut die alten Gäng und Läuben wieder nach.
Welch angehobnes Werck ist das dem Nachfahr tauge?
Man bessert bricht und baut damit man auch ein Fach
Für Nahm und Wappen findt und geht die Welt nicht ein
So wird das neue Rom ein ander Phönix seyn.