Indem du gehest nach durch Feld und Wald den Thieren
Schau ich ob ich ein Wild der Venus fangen kan.
Du redest offt was stumm und ich was taub ist an
Du läst die Grausamkeit ich kühne Freyheit spüren.
Du läst dich einen Hirsch durch Berg und Thäler führen
Mich bringt ein schönes Wild auff unbekannte Bahn.
Du setzest Strick und Netz ich Wort und Reden dran
Wir müssen beyderseits offt Müh und Zeit verlieren.
Wir fragen beyde nichts nach Regen oder Wind
Und wie dich offtermahls die falsche Spur betriegt
So werd' in eitler Furcht und Hoffnung ich gewiegt.
Nur diß ist noch in dem wir unterschieden sind:
Du hast der Mühe Lohn zuweilen schon empfangen
Mir aber ist bißher kein Wild noch eingegangen.