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[In dieser tunckel-braunen Nacht]

Hans Aßmann von Abschatz

In dieser tunckel-braunen Nacht Wo Furcht und Schrecken um mich wacht Wo Leyd und Trauren mich umfangen Frag' ich Dianen wie vielmahl

Sie seit dem Anfang meiner Qual Ihr gläntzend Silber ausgehangen. Ich frage sie wie offt ihr Rad Celinde deine schöne Stadt

Seit meinem Schaden hat beschienen. Wie offt der müden Augen Licht Hat ihr erblaßtes Angesicht Bißher zur Fackel müssen dienen.

Ich frage sie ob sie nicht weiß Wie offt der heissen Thränen Schweiß Hat meine Wangen übergossen. Ich frage sie wo ist die Zeit

Da ich Celindens Höfligkeit In süsser Gegenwart genossen. Wo sind die schönen Stunden hin Da ihre Freundschafft meinen Sinn

Mit klugen Reden hat vergnüget Da wir doch sonder Feind zu seyn O süsse Quelle meiner Pein! Mit Wort und Karten offt gekrieget.

Wie bin ich izt so übel auff Nun meiner Reise strenger Lauff Von meinem Arzte mich vertrieben. Der blosse Schatten findt sich hier

Der Geist das beste Theil von mir Ist unvermerckt zurücke blieben. Izt fühl ich erst was Scheiden sey Mit was für Plag und Tiranney

Sich muß ein Hertz von Hertze trennen Wo wahre Freundschafft fasset Grund Und selbst die Seelen nicht der Mund Allein von reinen Flammen brennen.

Ach Monden dupple deinen Gang Mach uns die Monat nicht so lang Biß das bestimmte Ziel erschienen Und mich geneigter Sternen Schluß

Dem ich mich unterwerffen muß Celinden wieder läst bedienen.

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