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1646–1699

Himmel-Schlüssel oder Geistliche Gedichte.

Hans Aßmann von Abschatz

Wie tobt der Heyden-Volck mit so vergebnem Schwätzen? Die Könge wollen sich dem HErren widersetzen. Der Landes-Fürsten Schluß der stoltzen Herren Rath Geht wider GOtt und den den er gesalbet hat.

Sie wollen seine Band’ in tausend Stücke reissen Und seiner Herrschafft Seil von ihren Schultern schmeissen. Doch der im Himmel wohnt lachr ihre Klugheit aus Ihr Eyfer stürmt umsonst sein unbesiegtes Hauß

Er wird sie dermahleinst mit seinem Grimm erschrecken Durch seine Donner-Stimm aus ihrem Schlaffe wecken. Mein König ist gesezt auff Zions heilgen Thron Da lebt und herrscht vor mir mein heut erzeugter Sohn

Dem ich zum Erbe will die stoltzen Heyden geben Dem was auff Erden lebt soll unterthänig leben Der einen Königs-Stab von festem Eisen trägt Der ihren harten Sinn wie Töpffe niderschlägt.

So last euch weisen nun ihr Könge dieser Erden Ihr Richter lernt gerecht und eingezogen werden Dient ihm mit Furcht und freut euch zitternd seiner Macht Küßt ihn damit sein Zorn nicht über euch erwacht.

Damit er euch den Weg der Boßheit nicht verkürtze Und eh ihr Busse thut in euren Sünden stürtze Denn man wird seinen Zorn bald angebrennet schaun Doch alle denen wohl die seiner Gütte traun.

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