Erhöre mich wenn ich mit Seuffzen vor dich trete
GoTT meiner rechten Sach ein GOtt
Der du mich tröst in Angst und Noth
Sey mir genädig und erhore mein Gebete.
Wie lange werdet ihr noch spotten meiner Ehren
Ihr stoltzen Herren dieser Welt
Die Eitelkeit gefangen hält
Und die ihr euch so gern die Lügen last bethören.
Erkennet daß der HErr durch wunderliche Wege
Doch allemahl zum Besten führt
Die er von reinem Hertzen spürt
Der HErr erhört wenn ich ihn anzuruffen pflege.
Betrübet euren Geist der Bösen Wohlergehen
Die offt den Rosen gleiche blühn
So murret doch nicht wider ihn
Und lernet seinem Creutz und Prüfung stille stehen.
Ermahnet bey der Nacht auff eurem Thränen-Bette
Das Hertze zur Geduld im Leid
Befleißt euch der Gerechtigkeit
Und glaubet daß der HErr die auff ihn traun errette.
Viel sagen solt uns der was Guttes können weisen
Dem selbsten Hülff und Rath gebricht.
HeRR wend auff uns dein Gnaden-Licht
Daß wir und alle Welt dein’ Hülffe müssen preisen.
Es mag die falsche Schaar viel Wein und Korn besitzen:
Mein Schatz und meine Lust bist du
Ich lieg und schlaff’ in stiller Ruh
Weil mich der Höchste will vor allem Unfall schützen.