Skip to content
1646–1699

Himmel-Schlüssel oder Geistliche Gedichte.

Hans Aßmann von Abschatz

Der unglückselge Mensch kan kaum die Welt begrüssen Daß nicht ein Thränen-Fluß eh das noch schwache Licht Den hellen Tag erkennt aus seinen Augen bricht Wird frey und lässet sich in neue Bande schlüssen.

Bringt seine Jahre zu gewiegt in Freud und Leyd In Unruh Sorg und Angst in Hoffnung Furcht und Streit Biß ihn der lange Schlaff der Ruhe läst genüssen Was aber klagen wir? wann wir die Welt begrüssen

So hat uns JEsus Hand ein Freybad zugericht Wäscht reiniget und stärckt der blöden Augen Licht Befreyet von dem Strick der Erb-Schuld das Gewissen Sein Blut ist unsre Milch sein Unschuld unser Kleid

Die Wiege seine Schoß der Schlaff die Seligkeit. Diß laß mich auch O GOTT allhier und dort geniessen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Himmel-Schlüssel oder Geistliche Gedichte. · Hans Aßmann von Abschatz · Poetry Cove