Der unglückselge Mensch kan kaum die Welt begrüssen
Daß nicht ein Thränen-Fluß eh das noch schwache Licht
Den hellen Tag erkennt aus seinen Augen bricht
Wird frey und lässet sich in neue Bande schlüssen.
Bringt seine Jahre zu gewiegt in Freud und Leyd
In Unruh Sorg und Angst in Hoffnung Furcht und Streit
Biß ihn der lange Schlaff der Ruhe läst genüssen
Was aber klagen wir? wann wir die Welt begrüssen
So hat uns JEsus Hand ein Freybad zugericht
Wäscht reiniget und stärckt der blöden Augen Licht
Befreyet von dem Strick der Erb-Schuld das Gewissen
Sein Blut ist unsre Milch sein Unschuld unser Kleid
Die Wiege seine Schoß der Schlaff die Seligkeit.
Diß laß mich auch O GOTT allhier und dort geniessen.