Seel-Ewig laß der Welt ihr Schwärmen Hüpffen Gei- gen
Du solt in stillem Geist mit mir den Oel-Berg steigen.
Laß jen’ auff Rosen gehn tritt die bedornte Bahn.
Sie eilen unterwerts wir klimmen Himmel an.
Was irrdisch ist gesinnt gedenckt auff lauter Freuden
Und dein Erlöser sagt von nichts als lauter Leyden.
Gieb jene willig auff und folge diesem nach
Es führt kein ander Weg ins Himmels Lust-Gemach.
Wenn Füllerey und Tantz das blinde Volck erhitzen
So schau du voller Blut den Lebens-Fürsten schwitzen.
(des Höchsten Zorn-Kelch ist ihm voll geschencket ein )
Was kan dir lieblicher als diese Tropffen seyn.
Es jauchzt der nasse Mund mit üppigem Gethöne;
Dein Heyland seuffzt damit er GOttes Grimm versöhne;
Man bringt die lange Nacht in schnoder Kurtzweil zu
Dein JEsus hat für Angst und Feinden keine Ruh.
Es dient ein fremdes Kleid Gelächter zu erwecken
Dein JEsus ließ sich auch mit fremden Lumpen decken
Sein Unschuld und Verdienst sey deiner Blösse Kleid
Und bringe dich geschmückt ins Reich der Ewigkeit!