Ach HErr wie sind so viel der Feinde die mich hassen
Die mir durch Macht und List zu schaden seyn bedacht.
Sie sagen unter sich: Er ist von GOtt verlassen
Wie bald wird seine Seel in unser Netze bracht.
Du aber bist der Schild der mich zu Ehren bringet
Und mein verachtes Haubt hebt aus dem Staub empor
Wenn vor des HErren Thron mein Angst-Geschrey erklin-
get
So neiget er zu mir sein gnädig Vater-Ohr.
Ich lege mich getrost zur sanfften Ruhe nieder
Und schlaff in GOttes Hutt von Feinden sicher aus.
Sind hundert tausend mir und noch vielmehr zu wider
So legen sie sich doch vergebens um mein Hauß.
Auff HERR und hilff mir GOtt du schlägest auff den Ba-
cken
Der Feinde stoltzes Heer zerschmetterst ihren Zahn
Und drückest in den Koth die hochgesinnten Nacken
Beym HErren trifft man Hülff’ und reichen Segen an.