Mein Mund ist zugethan Mein Hertz in GOtt zu GOtt sich neiget in der Stille Was ich nicht ändern kan Steht ja in GOttes Hand. Es läst sein weiser Wille
In seinem Rath kein Widersprechen ein: Drum soll mein Auffenthalt Wer hemmt Noth und Gefahr Wer kan mit Macht entgehn dem grossen Allmachts-Grim-
Das erste Menschen Paar Da nach dem ersten Fall des Höchsten Eyfer-Stimme Den Fluch zwar sprach doch Segen sezte drauff Nahm jenes mit
So sollen alle wir Uns wie es immer laufft in das Verhängnis schicken Und GOtt nicht schreiben für Er kennet unsre Krafft und prüfet unsern Rücken.
Schwächt Unfall gleich Hertz Sinnen Bein und Marck Macht uns doch Stille-seyn Mag Ungedult und Sturm Auch einen blossen Winck des Höchsten widerfechten?
Ach Mensch! du Sünden-Wurm Wilstu dich unterstehn mit deinem GOtt zu rechten? Wirff Frevel weg erkenne deine Schuld Und schmücke deinen Lauff durch
Drückt GOtt so bücke dich Tritt er so strecke dich zu seinen Gnaden-Füssen Such ihn verbirgt er sich Schlägt er laß nur nicht ab die Gnaden-Hand zu küssen.
Nimmt er giebs hin und wenn er dir nichts läst So halt den theuren Schatz Lauff aus dem Bade nicht Will schon das Wasser schier biß an die Seele dringen
Thränt gleich dein Angesicht Du must ja deinem GOtt was abzuwischen bringen: Diß freuet ihn er ist recht treu geneigt Für die bey welchen sich
Wie wohl ist es gemeynt Wenn er durch Ungemach uns beuget das Gemütte! Ob es zwar bitter scheint So schmeckt man doch darbey die holde JEsus-Gütte.
Sein Joch ist süß und seine Last ist leicht Wo nicht das edle Paar Bleibt meine Schwestern bleibt Ihr Glaubens-Töchter dort im Paradieß gebohren
Nichts nichts von euch mich treibt Ich hab auff euren Bund mit reiner Treu geschworen. Ein andrer seh wornach er eyfrig strebt Genung wenn nur in mir
So lebt denn allezeit Es soll wolt ihr mich stets biß an mein Ende führen Gedult mein Sterbe-Kleid Die
Diß sey der Spruch der auff mein Grab sich fügt: Hier ruht der mit
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