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Fünff Frauenzimmer/ fünff Sinnen

Hans Aßmann von Abschatz

Fünff Sinnen geben sich uns itzund anzuschauen: Wie aber sollen wir dieselben theilen ein? Daß wir nicht stossen an bey Fräulein oder Frauen So wird des Wirthes Rath darzu vonnöthen seyn.

Zwar zeigt sich das Gesicht in hold-beflammten Blicken Und frisches Feuer ist der Fräulein Eigenthum; Doch will sich noch ein Sinn zu ihrer Anmutt schicken. Wo schöne Blumen blühn hat der Geruch den Ruhm.

Der Wirthin Höfligkeit will man sich selbst entdecken Ob ihr von jedem Sinn ein sonders Lob gebührt Daß sie es diesen Tag am meisten sucht vom Schmecken Indem sie uns zum Glaß und gutter Speise führt.

Wo hoher Tugend Preiß mit vollem Glantze spielet Erschallet auch der Klang darvon mit hellem Thon. Wenn Auge Ruch Geschmack und Ohr Vergnügung fühlet So bleibt noch über diß der fünffte Sinn mein Lohn.

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