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1646–1699

Die vier Alter.

Hans Aßmann von Abschatz

Ein Knabe der nun Fuß und Zunge brauchen kan Hebt gerne Kinderspiel mit seines gleichen an Zürnt und versöhnt sich leicht ist wandelbarer Sinnen Wünscht alle Stunden ihm was neues zu beginnen.

Ein Jüngling ohne Barth in Freyheit nun gestellt Hat Hund und Pferde lieb streicht durch das freye Feld Zum Bösen weich als Wachs zum Straffen hart als Stahl Geneigt zum Geld-verthun thut langsam gutte Wahl;

Will leichtlich oben aus ist voll Begier und Lust Es wechseln Lieb und Haß gar bald in seiner Brust. Bey nunmehr reiffem Mann ist alles umgewandt Er sucht durch Geld und Freund zu bessern seinen Stand

Strebt Ruhm und Ehren nach vermeidet zu begehn Woraus ihm späte Reu und Schande kan entstehn. Viel Ungelegenheit sieht man beym Alter blühn; Es scharrt und will ihm doch selbst den

Greifft alles furchtsam an und rechnet annoch weit Ist träge voll Verdruß schiebt gern auff längre Zeit Lobt seiner Jugend Thun und tadelt andrer Leben Pflegt

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