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1646–1699

Die sieben Worte unsers Erlösers.

Hans Aßmann von Abschatz

Man nimmt die letzten Wort' in Acht Die unsre Freunde vorgebracht Wer wolte das nicht fassen Was JEsus der uns selig macht

Am Creutz hat hinterlassen. Erst JEsus zu dem Vater spricht: Räch an dem blinden Volcke nicht Was sie an mir verüben

So ist er biß das Leben bricht Der Feinde Freund geblieben. Des HErren ander Wort erfreut Den Schächer der mit Reu und Leid

Der Sünden war umgeben: Ich sage dir du wirst noch heut Im Himmel mit mir leben. Der HErr stellt der bedrängten Schaar

Sein sorgend Vater-Hertze dar Läst ihnen Schutz und Segen Nimmt der betrübten Mutter wahr Heist ihr den Jünger pflegen.

Ihn dürstet nach der Menschen Heyl Ihn dürstet weil des Höchsten Pfeil Der Glieder Safft verkreischet; Ach dencke daß er auch ein Theil

Buß-Thränen von dir heischet! Merck auff o Hertz und dencke nach Warum er zu dem Vater sprach: Wie hast du mich verlassen.

So schwer ists was der Mensch verbrach Auff seine Schultern fassen! Es ist vollbracht die Schrifft erfüllt Die Schuld bezahlt der Zorn gestillt

Hört man den Heyland ruffen. Diß Wort draus Trost und Leben quillt Hält uns den Himmel offen! O Vater meinen matten Geist

Der sich nunmehr vom Leibe reist Befehl ich deinen Händen! Wer so versorgt das Leben schleust Kan seliglich vollenden.

Ach Worte voller Lebens-Safft! Bin ich mit Sorg und Angst behafft Erschreckt mich Tod und Sünde So hilff daß ich derselben Krafft

O JEsu stets empfinde.

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