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Die schwere Reise

Hans Aßmann von Abschatz

Des Monden tunckel-bleiches Licht Weist sein ersterbend Angesicht Auff des gestirnten Himmels Auen. Ich sehe bey der braunen Nacht

Der muntern Sternen treue Wacht Als Zeugen meine Schmertzen schauen. Du liegst mein Kind in stiller Ruh Schliest unbesorgt die Augen zu

Und speisest dich mit süssen Träumen; Ich muß wenn Mitternacht dahin Wie müd' an Leib und Geist ich bin Das harte Lager wieder räumen.

Ich muß wenn Regen Schnee und Wind Wenn Sturm und Frost ergrimmet sind In Felsen Berg und Wäldern reisen Mit Mangel auch im Uberfluß

Mit Schweigen Seuffzen und Verdruß Mein Kummervolles Hertze speisen. Doch dieses gieng' als Zucker ein Könt ich mein Engel bey dir seyn

Und deiner Gegenwart genüssen Wenn deiner hellen Sonnen Licht Dein Himmelscheinend Angesicht Ein Leit-Stern wäre meinen Füssen.

Ich wolte lustig dahin gehn Wo Phöbus pfleget auffzustehn Und wo er wieder geht zu Bette Wo kalter Länder lange Nacht

Den Tag von zweyen Stunden macht Wenn ich dich zur Gefertin hätte. Ach aber! Ach! ich such umsunst Bey Glück und Himmel solche Gunst

Die mir allein die Hoffnung lassen Daß mir vielleicht die Zeit vergünnt Dich wieder einmahl liebstes Kind Mit frohen Armen zu umfassen.

Inmittelst soll Beständigkeit In das Register grauer Zeit Mit Stahl und Diamanten schreiben Daß dir Celinde süsses Kind

Weil ihm die Augen offen sind Silvander wird gewogen bleiben.

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