Wohin soll ich zu erst die Augen wenden
Die mir zu einer Zeit zwey Sonnen blenden?
Wo soll ich erstlich hin
Dieweil in meinem Sinn
Ich gantz entzücket bin
Die Blicke senden?
Steht unter Steinen nicht der Demant oben?
Sein Feuer macht die dunckle Folge loben?
Der schwartzen Augen Zier
Wird billig auch von mir
Für allen andern hier
Mit Ruhm erhoben.
Laß Phöbus hohen Glantz den Himmel mahlen:
Mit tausend Sternen mag der Abend prahlen:
Der Augen lichte Nacht
Mit welchen ihre Pracht
Amene kundbar macht
Wirfft hellre Stralen.
Die Sonne kan allein den Leib beschwärtzen
Bey Nachte scheinen nur die Himmels-Kertzen:
Durch dieser Augen Schein
Senckt sich dem Hertzen ein
Die angenehme Pein
Verliebter Schmertzen.
Kan nicht ihr Blick von Hertz zu Hertze steigen?
Sie sind des edlen Sinns getreue Zeugen:
Was nicht der kluge Mund
Der manchen Geist verwundt
Mit reden machet kund
Entdeckt ihr Schweigen.
Wer kan sich an so schönen Feinden rächen?
Ich bleibe stets bemüht ihr Lob zu sprechen
Ob mir gleich ihre Pracht
Hat manche Pein gemacht
Biß mir zu gutter Nacht
Die Augen brechen.