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1646–1699

Die lange Nacht.

Hans Aßmann von Abschatz

Ihr faulen Stunden ihr wie währet ihr so lange! Der sonsten frühe Tag hält seinen Einzug auff Der Sternen muntre Schaar steht still in vollem Lauff Matuta lässet nach von ihrem schnellen Gange.

O Himmel der mit sich die Himmels-Lichter ziehet O Kreiß der sonst den Weg weist andern Kreißen an Was hat mein Unschuld doch zuwider dir gethan Daß man zur Plage mir dich also langsam siehet.

Minuten sind mir Tag und Stunden sind mir Jahre Der Zeit geschwinde Füß und Flügel sind von Bley. Ich glaube daß die Nacht der Zimber kürtzer sey Und ich für meinem Tod ihr Ende nicht erfahre.

Penelope beschwert von vieler Freyer Menge Löst auff den Abend auff was sie den Tag gemacht: Ich schwere Phöbus geht zurücke bey der Nacht Damit er seinen Weg und meine Pein verlänge.

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Die lange Nacht. · Hans Aßmann von Abschatz · Poetry Cove