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Die krancke Fillis

Hans Aßmann von Abschatz

Ach Amor soll ich dir nicht klagen meine Noth! Ich seh die Fillis hier in meinen Armen liegen; Die matte Seele will dem siechen Leib' entfliegen; Stirbt sie so ist dein Ruhm und meine Freude todt.

Ach schick ihr kühle Lufft mit deinen Flügeln zu Laß deine zarte Sehn ihr kranckes Haubt umschlüssen Gib deinen Köcher her zu legen unters Küssen Damit ihr Leib erhöht kan nehmen seine Ruh.

Verwechsle mit Betrug dem Tode seinen Pfeil Daß sie dein heilsam Gold empfind in ihrem Hertzen Wenn ihr sein rauher Stahl soll bringen Todes-Schmertzen So machest du (in ihr und mir) zwey Hertzen heil.

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