Skip to content
1646–1699

Die junge Frau und der alte Mann.

Hans Aßmann von Abschatz

Die gantze Nacht sitzt mir der Floh in Ohren: Mein Alter schnarcht wenn ich die Ruh verlohren. Er kehret mir den kalten Rücken zu Wenn ich mit ihm am allerschönsten thu.

Der Hitze Macht kan Eiß und Steine zwingen Und keinen Safft aus diesem Felsen bringen. Er fühlt vor mich zu wenig ich zu viel Die Karth entfällt ihm wenn ich spielen will.

Mein Mund gewohnt den Marmor zu entzünden Kan keine Glutt in seiner Asche finden. Mein süsser Kuß mein Zug der linden Hand Wird nur bey ihm vergebens angewandt.

Komm Liebe komm mir Aermsten Recht zu sprechen Komm meine Glutt wo nicht sein Eiß zu brechen Ich habe gnug bey seinem Schnee geschwizt Sein Eiß ist gnug bey meinem Brand erhizt.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Die junge Frau und der alte Mann. · Hans Aßmann von Abschatz · Poetry Cove