Die gantze Nacht sitzt mir der Floh in Ohren:
Mein Alter schnarcht wenn ich die Ruh verlohren.
Er kehret mir den kalten Rücken zu
Wenn ich mit ihm am allerschönsten thu.
Der Hitze Macht kan Eiß und Steine zwingen
Und keinen Safft aus diesem Felsen bringen.
Er fühlt vor mich zu wenig ich zu viel
Die Karth entfällt ihm wenn ich spielen will.
Mein Mund gewohnt den Marmor zu entzünden
Kan keine Glutt in seiner Asche finden.
Mein süsser Kuß mein Zug der linden Hand
Wird nur bey ihm vergebens angewandt.
Komm Liebe komm mir Aermsten Recht zu sprechen
Komm meine Glutt wo nicht sein Eiß zu brechen
Ich habe gnug bey seinem Schnee geschwizt
Sein Eiß ist gnug bey meinem Brand erhizt.