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1646–1699

Die erst-auffgestandene Rosilis.

Hans Aßmann von Abschatz

Ich kam den andern Tag zur Rosilis gegangen Als sie zum Morgen noch unangeleget war. Sie stellte die Auror in eignem Bilde dar Wenn sie der frühen Welt zeigt ihre Rosen-Wangen.

Die Augen welche fast der Schlaff noch hielt umfangen Verglichen sich der erst entwichnen Sternen-Schaar Ihr über Stirne Wang und Hals gestreutes Haar Dem Netze welches uns die theuren Würme langen.

Der weißen Hände Schnee schien heller denn der Tag Der angebohrne Schmuck die lieblichen Geberden Beschämten was der Fleiß die kluge Kunst vermag. Giebt Rosilis mein Licht zum Morgen solchen Schein

Wie soll mein Hertze nicht zu lauter Flamme werden Wenn sie wird angelegt in vollem Mittag seyn!

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