Skip to content
1646–1699

Der verkleidete Comödiant.

Hans Aßmann von Abschatz

Kund und zuwissen sey der Compagnie gethan Hier kommt ein neues Paar Comödianten an. Ich der Comödiant bin Edel zu erkennen Und darff manch hohes Hauß der Anglen Vätter nennen.

Mich hat das falsche Recht zu dieser Nahrung bracht Das meinen Bruder reich und mich zum Bettler macht. Doch mag er wie er will mit seinen Güttern prangen Ich kan was er niemahls in einer Stund erlangen.

Der göldne Königs-Stab die Kronen sind mein Spiel Ich trag und lege sie hinweg so offt ich will. Ihr führet allesamt mit mir ein gleiches Leben Und müsset weil ihr lebt Comödianten geben.

Wer mein Gefärte sey streich ich nicht viel heraus Es weists der kluge Mund die süssen Wangen aus Wenn eine Göttligkeit soll vorgestellet werden So schicke sich hierzu nichts bessers auff der Erden.

Sie ist die nicht allein zum Scheine macht verliebt Die Wunden ohne Schwerdt und biß auffs Hertze giebt. Was der Gesellschafft wir nun willens vorzutragen Wird dieser Zeddel euch mit kurtzen Worten sagen:

Wir stellen künstlich für was zu Athen erklang Was Roscius nur wieß und Seneca besang Was Tasso und Guarin die klugen Welschen lehrten Corneille Molliere in Franckreich neu vermehrten.

Was Londen und Madrit Verliebtes weisen kan. Die Zeit ist die ihr uns selbst werdet zeigen an Der Preiß um welchen wir erlauben zu zuschauen Ein Kuß zu legen ab bey mir und meiner Frauen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Der verkleidete Comödiant. · Hans Aßmann von Abschatz · Poetry Cove