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1646–1699

Der III. Psalm.

Hans Aßmann von Abschatz

Meine Seele danckt dem HErrn Unter reiner Christen Kern Wo die Frommen sich berathen Groß sind unsers GOttes Thaten

Wer sie recht erwegen kan Findet eitel Lust daran. Was er ordnet was er thut Das ist löblich das ist gutt

Herrlich und von grosser Stärcke Sind des Allerhöchsten Wercke Sein Recht und Gerechtigkeit Bleiben über alle Zeit.

Er der HErr voll Gnad und Treu Des Erbarmen immer neu Hat uns seiner zu gedencken Manche Wohlthat wollen schencken

Auch ein Denck-Mahl noch zu lezt Seiner Wunder ausgesezt. Ewig hält er seinen Bund Speist der Frommen Geist und Mund

Giebt dem Volck das ihn will ehren Sein gewaltig Thun zu hören Schleust der fremden Heyden Hauß Nicht von seiner Erbschafft aus.

Recht und Warheit übet GOtt Drauff sich gründet sein Gebot Treu und redlich soll mans treiben Darum muß es ewig bleiben

Wenn sich Erd und Himmel regt Steht sein Wort gantz unbewegt. Er erlöset seine Schaar Sein Versprechen bleibet wahr

Ewig blüh der Frommen Saamen Hehr und herrlich ist sein Nahmen Billich wird sein Preiß erhöht Weiter als die Sonne geht.

Furcht des HErren kan allein Rechter Weißheit Anfang seyn. Gott gehorchen GOtt recht kennen Muß man wahre Klugheit nennen

Wer diß lernt mit allem Fleiß Dessen Lob kein Ende weiß.

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