Das junge Jahr bekrönt unlängst ein Blumen-Strauß
Es legte seine Pracht im bunten Mayen aus;
Bald wieß es mehr erstärckt der Felder gelbes Haar
Der Leib der von der Gunst des Himmels fruchtbar war
Schickt an der Seuffzer statt aus seiner heissen Schoß
Die Dünste nach der Lufft draus Thau und Regen floß.
Bald kleidet sich sein Herbst mit braunen Früchten an
Gab was uns sättigen gab was uns träncken kan.
Nun ist sein frostig Haubt voll Runtzeln und beschneyt:
So eilends ändert sich auch unser Stand und Zeit!
Der Jugend Blütte geht den Blumen gleich vorbey
Der Mannschafft Sommer fühlt was Kummers Hitze sey
Wenn sich der Jahre Herbst will schicken zum Genuß
Erstarrt der Glieder Eiß und folgt des Lebens Schluß.