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1646–1699

AnEMONS und ADONIS Blumen.

Hans Aßmann von Abschatz

An diesem wilden Ort auff dieser rauhen Spitze Wo stille Lufft wo Sonn und Sommer Gäste seyn Wo ich für Frost halb todt bey lauher Asche sitze Begeh ich doch mit Lust des werthen Tages Schein.

Ein Lied ein schlechter Reim soll meine Nimphe binden: Geschencke die ihr werth sind um kein Geld zu finden. Verzeihe mir im Fall nicht gutte Reimen flüssen Ein grobes Holtz vertritt der zarten Feder Amt

Der Schnee ist mein Papir doch zeuget mein Gewissen Daß dieser kurtze Wunsch aus reinem Hertzen stammt. Des Himmels Gunst laß ihn im Winter auch bekleiben Und einen gutten Wind zu deiner Wohnung treiben!

Es müsse so viel Lust dein edles Hertz erfreuen Als mein Gemütte Schmertz und Trauren in sich hegt! Es müsse so viel Glück und Wohlfart dich beschneyen Als dieser hohe Berg gefrorne Tropffen trägt.

Es kan dir nimmermehr so wohl und glücklich gehen Daß mein getreuer Wunsch dabey wird stille stehen.

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