An diesem wilden Ort auff dieser rauhen Spitze
Wo stille Lufft wo Sonn und Sommer Gäste seyn
Wo ich für Frost halb todt bey lauher Asche sitze
Begeh ich doch mit Lust des werthen Tages Schein.
Ein Lied ein schlechter Reim soll meine Nimphe binden:
Geschencke die ihr werth sind um kein Geld zu finden.
Verzeihe mir im Fall nicht gutte Reimen flüssen
Ein grobes Holtz vertritt der zarten Feder Amt
Der Schnee ist mein Papir doch zeuget mein Gewissen
Daß dieser kurtze Wunsch aus reinem Hertzen stammt.
Des Himmels Gunst laß ihn im Winter auch bekleiben
Und einen gutten Wind zu deiner Wohnung treiben!
Es müsse so viel Lust dein edles Hertz erfreuen
Als mein Gemütte Schmertz und Trauren in sich hegt!
Es müsse so viel Glück und Wohlfart dich beschneyen
Als dieser hohe Berg gefrorne Tropffen trägt.
Es kan dir nimmermehr so wohl und glücklich gehen
Daß mein getreuer Wunsch dabey wird stille stehen.