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[Als neulich Celadon]

Hans Aßmann von Abschatz

Als neulich Celadon Bey Amaranthens Wangen Getreuer Liebe Lohn Durch manchen Kuß empfangen

Zog die verliebte Seele Aus ihres Leibes Höle. Sie zog dem Munde zu Der ihren Mund berührte

Zur Wallstatt seiner Ruh Sein treues Hertze führte Es in ihr Hertz versenckte Und ihr zu eigen schenkte.

Ach sprach er voller Lust Seht die Rubinen-Schalen Voll süsser Nectar-Kost Voll Artzney meiner Qualen!

Wer wolte vor die Freuden Nicht willig Mangel leiden? Ach wenn man giebt und nimmt Versagt und willig giebet

Wenn uns entgegen kümmt Das Mündgen das man liebet Und Hertz an Hertze drücket Wie wird der Geist entzücket!

Stärckt der Corallen Zier Die Ohnmachts-vollen Hertzen Ich wehle mir dafür Zum Labsal meiner Schmertzen

Die rothen Zucker-Klippen Die Balsam-reichen Lippen. Laßt Bienen auff den Klee Nach süsser Nahrung fliegen!

Hier quillet eine See Voll Anmutt und Vergnügen. Drum laß ich mir vor allen Den süssen Mund gefallen.

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