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1646–1699

Abschied von gutten Freunden.

Hans Aßmann von Abschatz

Was soll die trunckne Feder schreiben? Was aus des Hertzens Grunde quillt Worzu mich Lieb und Treue treiben Die Oder Mayn und Rhein beständigst unterhilt.

Nimm an diß Denckmahl meiner Hände Du treue Freund- und Brüderschafft Der ich zu Diensten mich verpfände So lang in diesem Leib ein Lebens-Athem hafft.

Der Brauch der Welt ist viel zu sagen Ich schweige was ich leiden muß: Du kanst mein Hertz in deinem fragen Ob ich befreyet sey von Schmertzen und Verdruß.

Doch weil es so der Himmel schicket So müssen wir zufrieden seyn; Wer weiß noch wo es uns gelücket Daß wir uns hier und dar zusammen finden ein.

Indessen leb in Lust und Freuden Du meiner Seelen halbes Theil Auff kurtzer Zeit betrübtes Scheiden Folgt mit dem Wieder-sehn erwünschtes Glück und Heyl.

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