Skip to content
1646–1699

52. Die Schöne Todte.

Hans Aßmann von Abschatz

Du hast numehr mein Kind den lezten Hafen funden Wo Lieb und Hoffen dich nicht ferner hält gebunden: Und bist mir doch so schön in deinem Trauer-Kleide Daß ich den Schatten noch des Todes selbst beneide.

Ich werde nun gewahr indem ich von dir scheide Daß man sich auch mit Lust an dürren Blumen weyde Daß Früchte besser seyn gepflückt als da sie stunden Daß süsser sey die Lust ie eher sie verschwunden.

Vor blizt’ ein jeder Blick es brennt’ ein iedes Haar Dein Wort bezauberte dein Weigern brach die Sinnen Dein gantzes Leben war uns Unruh und Gefahr: Izt wird man keines Streits und keiner Furcht mehr innen.

Die Schönheit die du hast im Tode zu erwerben Würd’ auch der selbste Tod im Fall er könte sterben.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
52. Die Schöne Todte. · Hans Aßmann von Abschatz · Poetry Cove