Du hast numehr mein Kind den lezten Hafen funden
Wo Lieb und Hoffen dich nicht ferner hält gebunden:
Und bist mir doch so schön in deinem Trauer-Kleide
Daß ich den Schatten noch des Todes selbst beneide.
Ich werde nun gewahr indem ich von dir scheide
Daß man sich auch mit Lust an dürren Blumen weyde
Daß Früchte besser seyn gepflückt als da sie stunden
Daß süsser sey die Lust ie eher sie verschwunden.
Vor blizt’ ein jeder Blick es brennt’ ein iedes Haar
Dein Wort bezauberte dein Weigern brach die Sinnen
Dein gantzes Leben war uns Unruh und Gefahr:
Izt wird man keines Streits und keiner Furcht mehr innen.
Die Schönheit die du hast im Tode zu erwerben
Würd’ auch der selbste Tod im Fall er könte sterben.