Die Hitze lob' ich zwar die deine Brust entzündet
Und die natürliche Bewegung dir verrückt
Doch glaube daß sich nicht darauff mein Wünschen gründet
Daß du mit solcher Qual solt lange seyn bestrickt.
Wenn man dich aber in der Hitze schöner findet
Und wenn dein mattes Aug’ uns lindre Stralen schickt
So dencke daß man thut worzu Natur verbindet
Sich selber gönnt und hofft mehr so zu seyn beglückt.
Beklaget sich dein Mund gehn Seufftzer von dem Hertzen
Thut dir verborgner Brand in allen Adern weh
So hoff’ ich Beyleid auch von dir bey gleichen Schmertzen.
Kan ich in Hitz und Frost dich ungescheut verehren
So mag die gantze Welt mir zum Vergnügen hören:
Ich lieb und hoffe stets es gehe wie es geh.