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1646–1699

51. Die Schöne im Fieber.

Hans Aßmann von Abschatz

Die Hitze lob' ich zwar die deine Brust entzündet Und die natürliche Bewegung dir verrückt Doch glaube daß sich nicht darauff mein Wünschen gründet Daß du mit solcher Qual solt lange seyn bestrickt.

Wenn man dich aber in der Hitze schöner findet Und wenn dein mattes Aug’ uns lindre Stralen schickt So dencke daß man thut worzu Natur verbindet Sich selber gönnt und hofft mehr so zu seyn beglückt.

Beklaget sich dein Mund gehn Seufftzer von dem Hertzen Thut dir verborgner Brand in allen Adern weh So hoff’ ich Beyleid auch von dir bey gleichen Schmertzen. Kan ich in Hitz und Frost dich ungescheut verehren

So mag die gantze Welt mir zum Vergnügen hören: Ich lieb und hoffe stets es gehe wie es geh.

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