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1646–1699

43. Die Schöne Magere.

Hans Aßmann von Abschatz

Durchlauchtigs Himmel-Bild gleich Jafpis und Crystallen Dir dringt mein kühner Blick biß zu dem Hertzen ein Zehlt ieden Tropffen Blutt für Stern und Edelstein; Dir ist was irdisch ist des Fleisches Last entfallen.

Nimm Stimm und Federn an du gleichst den Nachtigallen Es kan dem Der zärtsten Schönheit unentädert Muster seyn: Man sieht den reinen Geist auff leichten Füssen wallen.

Du gleichst bey Leben noch der schnellen Götter Schaar: Ohn Zweiffel war wie du der Blumen-Nimphen Paar Sonst hätte sie der Wind nicht können so entführen. Syringe gleichte dir umsonst vom Pan geliebt

Wie ihr verwandelt Rohr noch dessen Zeugnis giebt Das er wie dürr’ es ist sich freuet zu berühren.

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