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1646–1699

41. Die Schöne Unfruchtbare.

Hans Aßmann von Abschatz

Kan man dich billig hart und eigennützig nennen Weil deines gleichen nicht von dir zu lieben seyn? Die keusche Zynthia zeigt einsam ihren Schein Den Febus sehen wir allein am Himmel brennen.

Wer seine Sinnen will vom Wahn des Pöfels trennen Wird spüren daß was schön unfruchtbar ungemein. Was zeuget aus sich selbst ein harter Edelstein? Und dennoch pflegt man ihn für kostbar zu erkennen.

Vermehrte wohl dein Lob der Kinder ihr Geschrey? Was darff dein Ebenbild um deine Brüste schertzen? Es lebet allbereit geprägt in tausend Hertzen. Da wo des Himmels Gunst die beste Specerey

Mit reichem Wucher zeugt ist in den Balsam-Gründen Der Phönix auch allein bey höchster Pracht zu finden.

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