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1646–1699

4. Die Schöne mit hohem Rücken.

Hans Aßmann von Abschatz

Wie ists? Verirrte sich die kluge Meister-Hand? Schlieff irgend die Natur die alles prägt und heget Ward sie durch Zorn ward sie durch Eyfersucht beweget Daß sie dich ohne Schuld versezt in solchem Stand?

Als sie dein Angesicht gantz überirrdisch fand So hat sie eine Last dem Rücken auffgeleget: Weil deiner Augen Paar des Himmels Feuer träget So zeigt das Hintertheil der Erde finstres Land.

Ach ja sie irrte sich durch des Verhängniß Trieb: Denn sie die Liebe nackt und fliegend bilden wolte Nur daß ihr zu viel Stoff zu Flügeln überblieb: Und hat sie nicht gefehlt so sag’ ich daß es solte

Des Atlas Bildnis seyn den Männern darzuthun: Daß auch der Welt-Kreiß könnt auff einer Frauen ruhn.

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