Ein ander sagt vielleicht er will der Schönheit darben
Die was ihr übel steht bald an der Seiten spürt
Bey der das edle Glied das zum Gesichte führt
An glatter Weiße statt hegt rauhe Purpur-Farben.
Dämpfft braune Röthe wohl den Preiß der Weitzen-Garben?
Der Liebe Pulver-Schlag hat Schöne dich gerührt;
Damit des Bildes Haubt der Künstler mehr beziert
Gräbt er in dessen Fuß viel Wunden Stich und Narben.
Seh ich dich eigen an schau ich Trajanus Spitze
Mausolens Grab erhöht vertiefft durch so viel Ritze
Und Zeichen die allein die Liebe lesen kan.
O Spötter scheue dich die Fehler dieser Schönen
Als Wercke der Natur muttwillig zu verhönen:
Der König rühret sie ohn Widerwillen an.