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1646–1699

36. Der schöne bemählte Hals.

Hans Aßmann von Abschatz

Ein ander sagt vielleicht er will der Schönheit darben Die was ihr übel steht bald an der Seiten spürt Bey der das edle Glied das zum Gesichte führt An glatter Weiße statt hegt rauhe Purpur-Farben.

Dämpfft braune Röthe wohl den Preiß der Weitzen-Garben? Der Liebe Pulver-Schlag hat Schöne dich gerührt; Damit des Bildes Haubt der Künstler mehr beziert Gräbt er in dessen Fuß viel Wunden Stich und Narben.

Seh ich dich eigen an schau ich Trajanus Spitze Mausolens Grab erhöht vertiefft durch so viel Ritze Und Zeichen die allein die Liebe lesen kan. O Spötter scheue dich die Fehler dieser Schönen

Als Wercke der Natur muttwillig zu verhönen: Der König rühret sie ohn Widerwillen an.

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