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1646–1699

35. Die Schöne Küpffrige.

Hans Aßmann von Abschatz

Mein Kind es fleckt dich nicht die Röthe die der Wein Dem lieblichen Crystall der Wangen angestrichen. Diß Blutt zeigt die Natur bey dir noch nicht verblichen Und kan das beste Raß bey Amors Speise seyn.

Der Ehren Hofe-Farb’ hat dich gekleidet ein. Offt kömmt so Wenn Zynthius der Welt mit gleichem Pracht entwichen. Von keiner Schmincke darffst du borgen fremden Schein.

Hastu es von Geburt wenn deine Mutter mich Zur selben Zeit genau betracht so liesse sich Die Flamme die ich fühl’ aus deinen Wangen spüren. Allein das Widerspiel ereignet sich bey mir

Mein bleiches Angesicht erweiset nichts von dir Dein unverlöschlich Bild muß ich im Hertzen führen.

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