Ihr Perlen die ihr seyd vom Eiter-Thau empfangen
Von innerlicher Hitz’ erhöht und ausgekocht!
Ihr feuchten Sternen wer von Milch die Strasse sucht
Die sonst am Himmel glänzt find sie auff diesen Wangen.
Cupido hat allhier ein Stückwerck angefangen
Das zarte Fell bedeckt das Ros’ und Purpur pocht
Wie wenn der Wolcken Schleyr zu Trost erdurster Frucht
Im heissen Sommer wird der Sonnen vorgehangen.
Ihr Buhler seyd getrost und legt den Kummer hin
Daß ihrer Liljen Pracht die Fäulniß wird verletzen:
Sie werden freudiger auff diesen Regen blühn.
Pflegt die gescheide Welt der Steine Schmuck zu schätzen
Das zarte Muschel-Kind aus tieffer See zu ziehn
Hier zeuget die Natur Opal Perl’ und Rubin.