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1646–1699

26. Die Schöne Schwartze.

Hans Aßmann von Abschatz

Schwartz bistu aber schön; und wer dich anders nennt Betrachte bey der Nacht des düstern Himmels-Zelt Zwey Sternen füllen hier mit Brand und Licht die Welt Man sieht wie jener kaum mit tausend Augen brennt.

Der reinen Liebe Glantz so ich auff dich gewendt Wird durch dein helles Schwartz ans klare Licht gestellt. Wenn sonst ein tunckler Stein dem Erzt ein Urtheil fällt Wird meine Treu an dir dem Golde gleich erkennt.

O Kohle süsser Glutt die dich so schwartz gemacht Was hat dein schönes Feur vor Hertzen machen schwitzen Eh dich ihr Rauch und Ruß zu solcher Bräune bracht! Am hellsten siehet manns aus tuncklen Wolcken blitzen

In Thetis brauner Schoß verbirgt sich Phöbus Zier Schwartz endlich ist die Nacht und bringt den Tag herfür.

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