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1646–1699

22. Die Schöne immer-Lachende.

Hans Aßmann von Abschatz

Die süsse Fröligkeit verzuckert ieden Bissen Das ernste Sauersehn versaltzet Speiß und Wein. Das Lachen scheidet uns von Thieren Holtz und Stein Drum kanstu nicht so viel auff Lachen seyn beflissen.

Wer wolte stets die Perl in ihre Muschel schlüssen? Der Elefante weist sein gläntzend Helffenbein Das freye Licht entdeckt des Silbers hellen Schein Vergrabne Schätze kan der Nächste nicht genüssen.

Ach daß ich könte recht den schönen Umkreiß mahlen Damit der Liebreitz selbst den offnen Mund läst prahlen! Wer aber kan die Glutt recht lebhafft stellen vor? Nun öffne wie du wilt der Lippen schönes Thor:

Ein lachend Paar bespannt den Wagen der Zitheren Ich werde dich allzeit wie solche Täubchen ehren.

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