Skip to content
1646–1699

17. Die Schöne Lange.

Hans Aßmann von Abschatz

Es setze wer da will der Länge Mängel aus Und suche seine Lust an kleinen Niedrigkeiten; Es wird ihn doch samt mir die Warheit selbst bestreiten. Wer nimmt vor Elephant und Pferd die kleine Mauß?

Ein hochgesinnter Geist braucht ein geraumes Hauß. Was ungemein ist schön: Bey den verderbten Zeiten Pflegt die Natur mehr Klein- als Grosses zu bereiten. Was schmückt der Fürsten Helm? Schnee-König oder

Strauß? Muß sich der Buhler hier nach einem Kusse dähnen; Am süßten schmecket er auff Mühe Sorg’ und Sehnen. Die Welt verwundert ja der höchsten Thürme Pracht

Apellens Kunst weist sich am besten an Colossen. Der schwachen Zwerge Schaar ist überall verlacht; Die Riesen haben selbst das Sternen-Reich beschossen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
17. Die Schöne Lange. · Hans Aßmann von Abschatz · Poetry Cove